Pressemitteilung vom 15.06.2021 – Schwere Vorwürfe gegen TikTok-Verantwortliche
ENDE DER KOOPERATION

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir stehen seit über 1 Jahr in Kooperation mit TikTok und haben diese vor kurzem endgültig beendet. Nachfolgend die grundlegenden Ereignisse

„Am 11. Juni 2020 kam Tiktok im Pridemonat mit einer Kooperationsanfrage auf uns zu.

Am gleichen Tag fanden Gespräche statt und Tiktok erstellte für uns einen Spendenbutton.

Schon damals hatten wir TikTok auf gewisse Missstände aufmerksam gemacht, geschehen ist leider nichts außer das man versprach etwas zu unternehmen. Nach dem Pridemonat hörte wir auch lange nichts mehr von unseren Ansprechpartnern.

Da wir mehrfach homophobe/menschenverachtende/gewaltverherrlichende Inhalte gemeldet hatten und dies angeblich nicht gegen die Communityrichtlinien von Tiktok verstößt, haben wir am 11.02.2021 erstmals die Kooperation beendet. Am 22.02.2021 kam Tiktok auf uns zu mit der Bitte um ein Gespräch. Dem kamen wir mit unseren kritischen Punkten nach.

Am 25.02. sprachen wir mit Tiktok-Verantwortlichen, diese versprachen Besserung. Auch haben wir zwischen dem polizeilichen Staatsschutz und Tiktok vermittelt, weil TikTok Behörden gegenüber keine Auskünfte über Straftäter gab. Die Gespräche verliefen erfolgsversprechend. Erstmal.

Aber auch danach wurden homophobe Inhalte nicht gelöscht, sondern geduldet. Erst kürzlich wurde eine Beschwerde gegen ein Video mit brennender Regenbogenfahne abgelehnt, erst auf unseren ausdrücklichen Nachdruck, wurde das Video dann entfernt.

Am 06.06.2021 reichte es uns, wir beendeten die Kooperation mit einer langen E-Mail und vielen ungeklärten und kritischen Punkten. Daraufhin erhielten wir ein Gesprächsangebot mit dem TikTok-Chef Deutschland Tobias Henning, der vorher bei Axel Springer als General Manager tätig war. Man teilte uns ebenfalls mit, dass Tobias Henning auch homosexuell sei und er sehr interessiert ist an einem gemeinsamen Gespräch.

Daraufhin fand am 07.06.2021 ein Gespräch mit dem Influencer Leon.Content, dem Anti-Mobbing-Experten Carsten Stahl sowie Steve Hildebrandt, Gründer von „Liebe wen Du willst“ statt. Leon.Content mit über 2 Millionen Followern sagte:

„Mir kams in letzter Zeit eigentlich so rüber, dass LGBTQ+ viel mehr akzeptiert wird, aber wenn ich die Kommentare bei mir und anderen sehe, wo wirklich überall diese Flaggen stehen mit diesem „Kreuz-durch“, ich werde diese Leute einfach nie verstehen können, die jemanden dafür runtermachen, dafür wen man liebt.“

Dies schilderte er auch gegenüber den Verantwortlichen von TikTok. Weiter schilderten wir offen und ehrlich, dass sich vieles ändern müsste, damit die Kooperation weitergeht. Auch sagte Carsten Stahl, dass Kinder wegen dieser Plattform sterben, weil der Support es wohl nicht hinbekommt, diesen ganzen Hass zu stoppen.

Tobias Henning bat uns um eine letzte Chance, er würde uns bis am 11.06.2021 ein Angebot machen, wie wir weiter verfahren. Es passierte NICHTS außer einer E-Mail einer Managerin für Communications, die es „bedauerte“, dass wir die Kooperation beenden. Befremdlich haben wir von dem Inhalt Kenntnis erlangt.

Unterm Strich:
– homo-/transphobe Inhalte werden geduldet oder nur auf Nachdruck gelöscht
– es werden dutzendfach wahllos Accounts von Influencern ohne Grund gesperrt
– etliche Versprechen von TikTok uns gegenüber wurden nicht eingehalten, sie wollten sich um alle von uns angebrachten kritischen Punkte kümmern aber wir hörten dann nichts mehr von TikTok.
– ein deutlich volksverhetzendes Video verstößt nicht gegen die Community-Richtlinien
– eine Transperson (16 Jahre alt) wurde vom Livestream ausgeschlossen obwohl ein Ausweis eingesendet wurde (könnte als transdiskriminierend gewertet werden)

Aus vorgenannten Gründen, weil die Würde des Menschen unantastbar ist, ist eine endgültige Entscheidung gefallen. Kinder und Jugendliche MÜSSEN geschützt werden, ohne Wenn und Aber.

Da TikTok nachwievor mit unseren Werten und Überzeugungen NICHT übereinstimmt und auch nicht danach handelt, beendet „Liebe wen Du willst“ die Kooperation mit TikTok ENDGÜLTIG!

Wenn Sie darüber berichten möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen, denn ebenso verstehen wir nicht, wie die UEFA, die angeblich so für Diversität steht, eine Plattform die als homophob bekannt ist (auch wenn der Deutschlandchef selbst schwul ist), als Sponsor bzw. Werbung zulässt. Wir hatten 1 Jahr die Hoffnung, dass sich dieses Verhalten nur auf den chinesischen und russischen Markt bezieht, leider wissen wir aber nun auch von Zensuren von vielen Personen aus der LGBTQI+ Community und das lässt den Verdacht aufkommen, dass TikTok Deutschland nicht eigenständig geführt wird sondern den Vorgaben aus China folgt/folgen muss.

Bei Rückfragen erreichen Sie mich unter 015203303330.

Kategorien: Aktuell

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